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Geschichte

 


Der idyllisch am Fuße der Neubürg gelegene, 250 Einwohner zählende, Mistelgauer Gemeindeteil Gollenbach wurde erstmals urkundlich am 01. April 1112 erwähnt. Wie im Hummelgauer Heimatbuch des legendären Pfarrers Friedrich c. Seggel nachzulesen ist, ist in der Schenkungsurkunde Heinrich V. Adilbero de Chollenbach als Zeuge darin benannt. Dieses Datum veranlasste den 1920 gegründeten Burschenverein Alpenrose Gollenbach 1987 anlässlich der 10. Zeltkerwa eine 875-Jahr-Feier zu veranstalten.

 

Die Geschichte des Burschenvereins.

 

Unser Verein wurde im Jahre 1922 auf die Initiative von Johann Feulner und Hans Ahorn gegründet.

Im Vordergrund dieser Gründung stand damals der Gedanke, die Zusammengehörigkeit der

Ortsjugend zu festigen. Schwierigkeiten bereiteten ihnen die politischen Verhältnisse unter

denen das damalige Deutschland zu leiden hatte. So herrschte durch den Wegfall der Monarchie

nach dem ersten Weltkrieg eine wirtschaftliche Kriese und eine politische Führungslosigkeit.

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Trotz dieser Probleme wurde  in  Gollenbach durch den damaligen Wirt, Hans Ahorn und

den neugegründeten Burschenverein eine Kerwa ins Leben gerufen.

Zu den Hauptattraktionen gehörten zu dieser Zeit das `` Aufspielen `` der Kerwaburschen,

der Kerwatanz am Sonntagabend und das `` Rumspielen `` der Kerwaburschen im Dorf.

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Wie auch heute noch wurde bereits damals am Kerwadonnerdstag eine Krenfleischkerwa abgehalten,

die bis ins Jahr 1976 vom ortsanaässigen Wirt abgehalten wurde.

Diese Bestandteile der Gollenbacher Kerwa sind im wesentlichen erhalten geblieben.

Einzige Veränderungen waren, die Einführung der `` Kerwaschürze `` im Jahre 1960

und das Aufnehmen der Kerwamadla in den Kreis der Kerwaburschen beim Aufspielen.

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Um das sowieso recht knappe Kerwageld etwas aufzubessern,

verkauften die Burschen Kartoffeln sie die auf den Feldern gesammelt hatten oder es wurde ein

Baum im Staatswald gefällt und beim Vereinsmitglied Heinrich Mayer in der Schöchleinsmühle

zu Brettern gesägt, welche dann verkauft wurden.

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Bis zur seiner zwischenzeitlichen Auflösung durch die Nazis im Jahre 1941 etablierte

sich der Burschenverein `` Alpenrose `` Gollenbach mit teilweise 38 Mitgliedern.

Durch zahlreiche Streiche, über die einige Gollenbächer Einwohner gerne noch erzählen,

wurde und wird richtig Leben in das zuweilen eintönige Dorfgeschehen gebracht.

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Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Verein im Jahre 1948 wieder neu gegründet.

Mit stolzen 23 Mitgliedern gehörte man schon damals zu den größten Burschenvereinen

des westlichen Bayreuther Landkreises.

Auch wenn zeitweise nur 7 Mitglieder vorhanden waren, wurden die Traditionen und Bräuche

bis zum heutigen Tag aufrecht erhalten.

Der wohl älteste Brauch ist das Neujahrwünschen, das seit 1922 unverändert durchgeführt wird.

Jedes Jahr am Silvestertag treffen sich die Burschen kurz nach Mitternacht am Dorfplatz, gehen

von Haus zu Haus , sprechen ein Gebet und wünschen allen Bewohnern mit kräftigem Ruf :

``A GSUNDS NAIS JOHR``

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Auch die Kerwa die schon angesprochen wurde und für viele Gollenbächer die 5. Jahreszeit darstellt,

wird seit 1922 abgehalten.

Seit 1977 auf initiative der damaligen Vorstandschaft, findet dieses Fest in einem Festzelt statt.

Für den Aufwand und die Arbeit, die die vielen Gollenbächer dafür leisten, bedanken wir uns

seit vielen Jahren mit einem gemeinsamen Ausflug im Herbst und der beliebten und meist

lustigen Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Gollenbach. Für uns Burschen selber ist die Feier oft

gar nicht so lustig, denn natürlich kommt da der Nikolaus und erzählt die Schandtaten der Mitglieder.

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Zudem findet seit einigen Jahren ein Mehrtägiger Busausflug im Frühjahr statt, der größtenteils von

der Vereinskasse getragen wird. Ziele waren unter anderen Paris, Prag, Husum, Südtirol,

Friedrichshafen und die Insel Rügen.

Um die Zeltkerwa leichter abzuhalten, bauten wir 1988 eine geräumige Bratwurstbude.

Seit 1990 wird in Gollenbach wieder ein Osterbrunnen aufgestellt.

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Ein weiteres Ereignis ist das Dorffest das seinen Ursprung dem Burschenverein verdankt.

Durch diese vielen Tätigkeiten sichert der Verein das Zusammengehörigkeitsgefühl der Einwohner.